Den Bunker
durch einen Guss zum Monolithen erstarrt
photographiere ich als Skulptur
als Objekt der Kunst
seine Lage schwebend in der Leere
die die Fülle des Meeres des Strandes und des Himmels bildet
gleicht
der Leere weißer Ausstellungsräume.
Die Haut des Bunkers
ist in einem immerwährendem Fluß
sie verwandelt sich unaufhörlich:
sei es
durch menschliche Hand
die sie mit Graffiti schmückt
die übermalt werden verblichen neu entstehen
oder seien es
die Gezeiten und Jahreszeiten
die die Haut des Bunkers im Frühjahr
durch Meerespflanzen
im Rhythmus zu Ebbe und Flut
aufflammen lässt
im Winter
unter Sandmassen zum Winterschlaf legt
Diese Haut ist Patina
durch sie strahlt und wirkt
die Aura des Bunkers
Das Bunkerinnere gleicht Kultstätten
erscheint als das Innerste des Heiligtums - Kapellenhaft
der Platz der Waffe
ist Altar geworden
der Blick nach außen
ein Blick ins Jenseits.